Die 1. HR Failure Night – eine Nachbetrachtung

Die allererste HR Failure Night liegt nun rund drei Wochen zurück. Höchste Zeit ein Fazit zur Veranstaltung zu ziehen. Natürlich im gewohnten Failure-Night-Stil: Welche Fuckups sind vor bzw. während des Events geschehen? Welche Lehren haben wir daraus bzw. ganz allgemein gezogen?

 

Feedbackwand zur 1. HR Failure Night

Feedbackwand zur 1. HR Failure Night

 

Die Fuckups

  • Beschilderung zur Location
    In der Tat war der Treffpunkt gar nicht so leicht zu finden. Zwar platzierten wir rund fünf DIN A3-Poster rund um den Veranstaltungsort, jedoch sind die heiligen Hallen von Allianz X dennoch nicht so einfach zu finden. Der etwas irreführenden Beschilderung des Gebäudekomplexes sei Dank.
  • tmp worldwide musste schweigen
    Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Orga-Team die Teilnehmer, gefolgt von einer kurzen Intro von Bernd Scharrer, von Allianz X, und Dr. Jens Pippig vom ProSiebenSat1 Accelerator. Unseren Sponsor tmp worldwide haben wir da doch glatt vergessen.
  • Keine Pause für die Speaker & Gäste
    Die Teilnehmer waren in vier Gruppen aufgeteilt, die es sich in vier vollkommen verglasten Räumen im Open Space von Allianz X bequem machten. Die vier Redner wiederum hatten pro Raum ca. 15 Minuten und wanderten demnach nach jeder Failure-Erzählung von Raum zu Raum. Zwar war also das ganze Procedere auf nur eine Stunde ausgelegt, jedoch hätte man durchaus nach zwei Sessions eine kleine Bio-Pause genehmigen können.
  • Intro für die Teilnehmer
    Bevor unsere Speaker loslegten hätte man natürlich eine kleine Vorstellungsrunde in den Räumen machen können. Aber wir haben doch keine Zeit …
  • Länger
    Einer der Eckpfeiler, den Nicole und ich uns gesetzt hatten, war die Kürze des Events. Wir wollten etwas schnelles, knackiges. Keine tagesfüllende Veranstaltung wie üblich. Neben der eben aufgeführten Intro für die Teilnehmer war jedoch dies genau eine der beiden als kritisch betrachteten Punkte. Man hätte sich eine längere Veranstaltung gewünscht. Na, mal sehen!
  • No-Shows
    Wie bei kostenfreien Veranstaltungen üblich, gab es einige Personen, die trotz Anmeldung, leider nicht erschienen. Das ist schade. Das möchten und werden wir ändern.

Die Learnings

  • Kleine Gruppen
    Es war die absolut richtige Entscheidung, die 40-50 Teilnehmer in kleine Gruppen aufzuteilen. Nur so konnte die total relaxte Atmosphäre, die bisweilen an “Selbsthilfezirkel” erinnerte, entstehen. Eine große Bühne mit Frontalbeschallung der Teilnehmer ist weder für die Referenten, noch die Teilnehmer cool.
  • Die Location
    Wenn du möchtest, dass sich sowohl Speaker als auch Teilnehmer wohlfühlen und öffnen, brauchst du eine Umgebung, die das unterstützt. Insofern war die Wahl von Allianz X als Veranstaltungsort genau richtig. Der dortige Open Space mit Glasräumen, einer offenen Küche (ratet mal, wo die meisten Leute, wie bei jeder Party, standen?!), einer Dachterrasse (es hat nicht geregnet!!) und den zahlreichen Hinterlassenschaften der dort herum werkelnden Start-ups hat schlicht gepasst wie die Faust aufs Auge.
  • Keine Folien, kurze Reden
    Im Gegensatz zu herkömmlichen Fuckup Nights oder handelsüblichen Personal-Events wollten wir keine PowerPoint-Schlachten. Zudem sollte das Präsentieren des HR-Failures auch nur ca. zehn Minuten in Anspruch nehmen. Das war gut so. Ermüdungserscheinungen oder Langeweile trat nicht (sichtbar) auf.
  • Der Ehrenkodex
    Maßgeblich zur Bereitschaft Fehler untereinander zu teilen trug der Hinweis – auf der Website und bei der Eröffnungsrede – bei, dass alles, worüber auf der HR Failure Night gesprochen wird, nicht den Raum verlässt oder gar verbloggt, getwittert oder live gestreamt wird. Das wird auch in den diversen Nachberichterstattungen , z.B. in der W&V, der Fall sein.

Wer sich selbst einen visuellen Eindruck von der 1. HR Failure Night in München machen möchte, dem sei unsere Foto-Galerie auf Facebook nahegelegt.

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